Experimentieren verbindet.

Die Sprache der Naturwissenschaften

Weiterbildung Experiment Spritze

In heterogenen Lerngruppen gewinnt die Sprachförderung immer mehr an Bedeutung. Beim Experimentieren im Sachunterricht lassen sich nicht nur Fachkompetenzen und naturwissenschaftliche Grundlagen vermitteln. Vielmehr bietet das gemeinsame Experimentieren ideale Sprachanlässe, stärkt soziale Kompetenzen und beeinflusst viele überfachliche Kompetenzen und Basiskompetenzen. Im Rahmen der Weiterbildung „die Spielregeln der Naturwissenschaften“ experimentierten 15 Grundschullehrerinnen gemeinsam und erhielten praktische Tipps für den Alltag in Sachen fächerübergreifender Sprachförderung.

Nach einer kurzen Theorieeinheit ging es in die Praxis: Nur mit einer Einwegspritze in der Hand entwickelten die Pädagoginnen in Kleingruppen ein eigenes Experiment und verfassten eine Versuchsbeschreibung. Beim gemeinsamen Experimentieren ordneten sie ihre Beobachtungen dann den drei sogenannten Basiskonzepten zu: Auf der Welt geht nichts verloren. – Mit Energie kann man etwas tun. – Dinge beeinflussen sich gegenseitig. Diese Basiskonzepte beschreiben schon für Grundschulkinder verständlich die Grundprinzipen der Naturwissenschaften.

Im nächsten Abschnitt ging der Referent der Weiterbildung, Mario Spies, intensiv auf die Sprache ein. Anhand der Versuchsbeschreibungen demonstrierte er, wie Sprachförderung beim Experimentieren funktioniert: einzelne Versuchsschritte exakt beschreiben, sich in der Gruppe austauschen, Fachbegriffe kennen und verwenden, neue Begriffe kennen lernen und korrekt schreiben. Guten Anklang fand auch sein Tipp, im Unterricht die neuen Begriffe nach Wortarten zu sortieren und auf Plakaten im Klassenraum aufzuhängen – so bleiben sie präsent und prägen sich ein.

"In der Weiterbildung ist mir klar geworden, wie viel Sprachförderung ich bereits beim Experimentieren umsetze. Das werde ich jetzt bewusster nutzen“, stellt eine Grundschullehrerin aus Darmstadt fest.

Die Weiterbildung fand in der Werkstatt des Bildungsdienstleisters two4science in Darmstadt statt. Der Referent, Mario Spies, leitet seit 1995 die Grundschule Landkern in der Nähe von Koblenz. Von 2007 bis 2013 war er Landeskoordinator des Projekts  „SINUS an Grundschulen – Steigerung der Effizienz mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts“ in Rheinland-Pfalz. Er engagiert sich außerdem als Vorstandsmitglied in dem europaweiten Lehrernetzwerk Science on Stage für innovative Unterrichtskonzepte für die Primarstufe.

Der Landesverband Hessen im Verband der Chemischen Industrie (VCI) unterstützt Projekte im Bereich der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung sowie Weiterbildungen für Grundschullehrkräfte, um die Qualität des Sachunterrichts nachhaltig zu verbessern.

 

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Datum: 
Mittwoch, 22. November, 2017
 

 

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